Bewegungsgespräch: Die Klimabewegung auf dem Weg nach Paris (21. Oktober 2015) by Protestinstitut published on 2015-11-28T09:49:22Z Der Guardian und die UNO sprechen von 2015 als dem wichtigsten Jahr für die nachhaltige Entwicklung seit vielen Jahrzehnten. Ende September wurden die Sustainable Development Goals beschlossen, im Dezember steht die Klimakonferenz in Paris an, bei der sich zum ersten Mal alle Länder zum globalen Klimaschutz verpflichten könnten. Doch nach vielen gescheiterten UNKonferenzen – am deutlichsten in Kopenhagen in 2009 – ist auch der Zynismus groß. Ist Paris wirklich so wichtig für die Zukunft der Menschheit? Muss Kapitalismus nicht grundsätzlich hinterfragt werden, damit es Hoffnung für das Klima gibt, wie es Naomi Klein in ihrem neuen und viel beachteten Buch „Die Entscheidung – Klima vs. Kapitalismus” fordert? Gibt es überhaupt eine internationale Klimabewegung? Oder sind die Umweltverbände viel zu entpolitisiert, wie Barbara Unmüßig von der Heinrich-Böll-Stiftung im Forschungsjournal Soziale Bewegungen argumentiert? Haben die Enttäuschungen mit den internationalen Verhandlungen vielleicht zu neuen Strategien und Konzepten geführt – Stichwort Kohleausstiegsgesetz -, die weniger sichtbar, aber Erfolg versprechender sind? Im Bewegungsgespräch wollen wir einige Wochen vor der Klimakonferenz in Paris den Zustand der Klimabewegung in Deutschland und weltweit analysieren und kritisch hinterfragen. Es diskutieren Barbara Unmüßig, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung Simon Straub, Ende Gelände Daniel Mittler, Politischer Direktor von Greenpeace International Bernhard Pötter, taz Moderation: Melanie Müller, Institut für Protest- und Bewegungsforschung und Forschungsjournal Soziale Bewegungen Texte von Barbara Unmüßig und von Daniel Mittler zur Vorbereitung auf das Gespräch sind auf der Webseite des Forschungsjournals Soziale Bewegungen zu finden. Genre Klimabewegung